Erweiterte Suche
Österreichisches E-Commerce Gütezeichen

Jetzt

anmelden!

News letter

Unser

Service

Service

Gutschein

kaufen!

Gut schein

Gerade für Sie gelesen

  • Verlorene Schäfchen von Madeline Cash

    Katja aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Der Roman „Verlorene Schäfchen“ von Madeline Cash stellt eindrücklich die Familie als Riss dar – und dieses Sezieren einer Familienkonstellation gelingt ihr in ihrem Debüt auf wunderbar vergnügliche Weise. Die Lektüre war deshalb für mich ein seltenes Erlebnis, betrachtet die Autorin doch die Familie nicht als sicheren Hafen und auch nicht als spektakuläres Katastrophengebiet, sondern als einen Ort permanenter Verschiebungen. Als ich das Buch zuschlug, blieb weniger die Handlung in Erinnerung als ein Gefühl – jenes eigentümliche Schwanken zwischen Lachen und Verstörung, zwischen Zärtlichkeit und Entfremdung, das den gesamten Roman durchzieht.
    Die Flynns wirken zunächst wie eine jener amerikanischen Vorstadtfamilien, die man aus zahllosen Filmen und Serien zu kennen glaubt: Vater, Mutter, drei Töchter, sonntags Kirchenbesuch. Doch die Fassade trägt längst tiefe Risse, denn Mutter Catherine hat die Ehe geöffnet, Vater Bud lebt im Auto in der Garage und sucht Halt bei den „Verlorenen Schäfchen“, einer Selbsthilfegruppe mit verdächtig sektenhaften Zügen. Die drei Töchter wiederum versuchen auf höchst unterschiedliche Weise, mit einer Welt zurechtzukommen, die ihnen zunehmend fremd erscheint. Was folgt, ist kein klassischer Familienroman mit dramatischen Wendepunkten und versöhnlichem Schlussakkord, sondern vielmehr entfaltet Madeline Cash ein Panorama der Desorientierung, das ebenso komisch wie erschreckend präzise wirkt.
    Besonders beeindruckt hat mich dabei, wie souverän die Autorin mit den vertrauten Versatzstücken der amerikanischen Popkultur spielt; so spürt man Anklänge an die anarchische Energie der Simpsons oder den absurden Familienwahnsinn von „Malcolm mittendrin“. Doch Cash begnügt sich nicht damit, bekannte Klischees zu reproduzieren, sondern nimmt sie auseinander, verdreht sie, überzeichnet sie – und setzt sie zu etwas Neuem zusammen. Ausgerechnet durch die Übertreibung entsteht Wahrheit! Und „die Wahrheit“, meinte schon Ingeborg Bachmann, deren 100. Geburtstag wir in wenigen Tagen (25. Juni 2026) feiern, „ist den Menschen zumutbar“ …
    Der Humor dieses Romans ist von jener seltenen Sorte, die mehr offenlegt als kaschiert. Ich habe oft gelacht, manchmal laut, doch ebenso häufig stellte sich unmittelbar danach ein Moment des Unbehagens ein. Denn hinter jeder Pointe lauert eine Erkenntnis über Einsamkeit, Überforderung oder die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. So dient die Komik hier nicht der Entlastung, sondern der Diagnose. Cash zeigt eine Gesellschaft, die sich in digitalen Echokammern, Verschwörungserzählungen, Selbstoptimierungsfantasien und technologischen Heilsversprechen verliert. Und was absurd erscheint, wirkt bei näherem Hinsehen erschreckend vertraut!
    Besonders gelungen finde ich die Zeichnung der Figuren, denn keine von ihnen wird lächerlich gemacht, obwohl sie alle auf ihre Weise skurril erscheinen. Die Autorin begegnet ihren Geschöpfen mit einer Mischung aus Ironie und Mitgefühl, die den Roman vor Zynismus bewahrt. Selbst dort, wo sie die Schwächen ihrer Figuren gnadenlos offenlegt, bleibt ihre Menschlichkeit unangetastet. Deshalb ist vielleicht genau das die größte Stärke dieses Buches: Es urteilt nicht; es beobachtet …
    Auch sprachlich besitzt der Roman eine bemerkenswerte Beweglichkeit, weil die Dialoge vor Witz und Schlagfertigkeit funkeln, während sich unter der Oberfläche immer wieder Momente von überraschender Tiefe öffnen. Die Sprache scheint nie stillzustehen; sie kippt, springt, verändert ihre Richtung. Dadurch entsteht beim Lesen ein Gefühl permanenter Bewegung, als würde man gemeinsam mit den Figuren durch eine Welt stolpern, deren Koordinaten sich fortwährend verschieben.
    Im Zentrum des Romans steht dabei eine Erfahrung, die mir während der Lektüre immer wieder gegenwärtig wurde: Überforderung. Die Figuren leben in einer Wirklichkeit, die von Informationen, Ängsten, Ideologien und Möglichkeiten überflutet wird. Niemand findet einen festen Standpunkt. Jeder sucht nach Orientierung – in Beziehungen, Glaubenssystemen, Verschwörungstheorien oder technologischen Zukunftsvisionen; und doch: jeder Halt erweist sich als vorläufig.
    Wer einen streng konstruierten Plot erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein, denn tatsächlich wirkt die Handlung mitunter eher wie ein loses Geflecht von Episoden und Begegnungen. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto passender erscheint mir gerade diese Form, denn die Fragmentierung der Erzählung spiegelt die Fragmentierung der Welt, die sie beschreibt. So empfand ich die offenen Enden nicht als Schwäche, sondern als Teil ihres Konzepts – und deshalb wieder genial!
    Schließlich bleibt am Ende vor allem das Bild einer Familie, die sich nicht auflöst und doch keinen festen Zusammenhalt mehr kennt. Die Figuren entfernen sich voneinander und bleiben dennoch verbunden … Nähe entsteht also nicht trotz der Risse, sondern durch sie: Gerade in dieser Ambivalenz entfaltet „Verlorene Schäfchen“ meines Erachtens seine größte Kraft.
    Madeline Cash ist mit ihrem Debüt ein ebenso kluger wie hinreißend komischer Roman gelungen. Einer, der seine Leserinnen und Leser zum Lachen bringt, ohne ihnen die Tragik des Gegenstands zu ersparen. Und einer, der lange nachhallt, weil er die Verwirrungen unserer Gegenwart nicht erklärt, sondern erfahrbar macht! Eine wunderbar vergnügliche Sommerlektüre!

  • Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

    Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    „Was vergessen war, kehrt zurück, wenn das Meer bereit ist.“

    Wenn der Sturm kommt, stiehlt er so einiges aus dem kleinen Fischerdorf Skerry, das sich an die schottische Küste klammert. Er nimmt Dachschindeln und Schade, er fällt Bäume und er zerschmettert die Boote an den Felsen.
    „Doch er bringt auch etwas, das Joseph finden wird, wenn er im wässrigen Licht des anbrechenden Tages zum Strand geht, um nach seinem Boot zu sehen. Ein Geschenk.“

    Die Bewohner von Skerry trauen ihren Augen nicht, als sie sehen, was der Fischer Joseph da vom Strand heraufbringt. Es ist ein kleiner Junge, der Körper schlaff, die Haut grau, er ist tropfnass, fast ertrunken, aber er lebt.
    Und er sieht auf fatale Weise aus wie Moses, der Sohn von Dorothy, der vor Jahren am Meer verschwunden ist.
    Ausgerechnet sie nimmt den Jungen bei sich auf, und auch wenn sie weiß, dass das Meer die Ertrunkenen nicht zurückgibt, ist doch allen in Skerry klar, dass Dorothy wider aller Vernunft hofft, der Junge könnte ihr Sohn Moses sein.

    Julia R. Kelly lässt ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen spielen: Im „Jetzt“, sprich im Jahre 1900, und im „Damals“, etliche Jahre zuvor.
    Das „Damals“ war die Zeit, in der die junge Dorothy nach Skerry kommt, um dort ihre Stelle als Lehrerin anzutreten. Zeit ihres Lebens wird sie „die Fremde, die aus der Stadt“ bleiben, die anderen Frauen begegnen ihr mit Geringschätzung und Spott.
    Einzig der schüchterne Fischer Joseph tritt ihr gegenüber freundlich auf; es entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft, und schon bald ist da mehr.
    Als Leserin wünscht man den beiden von Herzen, dass sie zueinander finden, aber die Umstände lassen diese Liebe nicht zu.
    So viele Dinge bleiben ungesagt, falscher Stolz und falsches Ehrgefühl spielen eine Rolle, und eine schreckliche Intrige, die mehr als nur ein Leben zerstören wird, nimmt ihren Lauf.
    Was hier so unwirklich beginnt, entwickelt sich zu einer leisen und eindringlichen Geschichte über Trauer und Schuld, über lange Verdrängtes, das irgendwann doch wieder nach oben gespült wird.
    „Das Geschenk des Meeres“ ist ein atmosphärisches, berührendes Buch über Verlust und verpasste Chancen – und über die leise Hoffnung, dass nicht alles für immer verloren ist.
    Für mich einer der schönsten Romane in der letzten Zeit!

  • Wild wuchern von Katharina Köller

    Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Meine „Gebrauchsanweisung“ für dieses Buch, jedenfalls habe ich es so gemacht:
    Beim ersten Lesen wird man durch die Seiten getrieben, geradezu gehetzt von der Wucht dieser Geschichte und von der Wucht der Wörter, es bleibt einem kaum Zeit zum Atmen.
    Dann ein zweites Mal lesen, und bei diesem zweiten Mal kann man sich durch die Geschichte treiben lassen und ganz in Ruhe über jeden einzelnen Satz staunen, jedes Wort dieser eigenwilligen, schlichten und sensationell schönen Sprache genießen.

    Und sich dann denken, Wahnsinn, wie jemand so schreiben kann.

  • Entzug von Christoph Peters

    Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    „Wer weiß schon, warum es auf einmal kippt, nachdem es über Jahre, Jahrzehnte immer Auswege gab, gegeben hätte, die ich jedoch nicht genommen habe, weil ich, seit ich sechzehn bin, ohne zu trinken nicht schreiben, nicht zeichnen, nicht denken kann. Ohne zu trinken bin ich tot, fühllos, ein Nichts und ein Niemand.“

    Der Schriftsteller Christoph Peters ist am Tiefpunkt seiner Karriere, am Tiefpunkt seines Lebens angelangt.
    Etwa ein Liter Schnaps und dazu ein bis zwei Flaschen Wein, das ist die Menge, die er täglich konsumiert, das ist die Menge, die das fatale Gemisch aus Leere und Nacht in seinem Kopf zuverlässig ausgleicht. Das ist die Menge, die er braucht, um das ständige Zittern seiner Hände zu unterdrücken.
    Das Zeitfenster, in dem er arbeitsfähig ist, ist zu klein, um den Roman, an dem er gerade sitzt, weiterzuschreiben. In diesem desaströsen Zustand, in dem er sich befindet, wird er diesen Roman nie fertig bekommen, das weiß er genau, „wenn ich trinke, geht es nicht, wenn ich nicht trinke, geht es auch nicht.“ Aber was soll er seiner Frau, seiner Agentin, seinem Verleger sagen, was sagt er seinem kleinen Mädchen?
    Seine Frau weiß, dass er trinkt, aber wie viel es wirklich ist und dass es dazu keine Alternative gibt, weiß sie nicht, nicht einmal annähernd. Sie sieht höchstens die Hälfte der Mengen, die ihr Mann benötigt – und wenn ihr das klar wäre, würde sie sofort ihre Sachen packen, ihre und die des Kindes, und würde gehen.
    All das weiß Peters, und womöglich heute Nachmittag oder übermorgen oder spätestens nächste Woche wird er sein Scheitern eingestehen, wird er sich in eine Klinik einweisen lassen, wird er das Trinken beenden.

    Der erste Teil von Christoph Peters autobiographischem Roman ist übertitelt mit „Trinken“, und es ist nur schwer auszuhalten, wie er sich seine Sucht schönredet, wie er sie vor seinen Mitmenschen, aber auch vor sich selbst zu verstecken versucht. Welche Tricks es gibt, um schnell den nötigen Pegel zu erreichen und gleichzeitig den Alkoholgeruch zu kaschieren. Die ausgeklügelten Verstecke der Schnapsflaschen und deren heimlicher Austausch.
    Peters schildert eindrucksvoll das ständige Kreisen aller Gedanken um die Beschaffung und Zufuhr ausreichender Mengen Alkohol, das ständige Lügen, den ununterbrochenen Versuch, der mal schlechter, mal besser gelingt, zu verbergen, wie betrunken er ist.

    Und irgendwann sagt er ihn tatsächlich, diesen einen Satz, der sein Leben endgültig zerstören kann – oder zum Besseren verändern: „Ich bin Alkoholiker, ich muss einen Entzug machen.“
    Ja, sagt daraufhin seine Frau. „Dann aber sofort.“

    Und damit beginnt der zweite Teil „Nicht trinken“.
    Nach der Entgiftung, die Peters an den Rand des Erträglichen bringt, folgt der schmerzvolle und schwierige Prozess, in dem er nicht nur lernen muss, nicht zu trinken, sondern auch und vor allem seinem Leben, das jahrelang von den Trinkrhythmen bestimmt war, eine neue Struktur zu geben.
    „De facto habe ich nichts von dem, was man als erwachsener Mensch tut, je nüchtern getan, ich weiß also nicht, ob ich zu einem organisierten Alltag überhaupt in der Lage bin.“
    Aber nach vielen Wochen in der Klinik, nach vielen Therapiestunden und Gesprächen mit anderen Betroffenen, von denen die meisten – im Gegensatz zu ihm, für den es der erste Entzug ist – zum wiederholten Male in einer solchen Einrichtung sind, da weiß Christoph Peters es einfach:
    „… in diesem Moment weiß ich mit dem Wissen der Gewissheit, dass ich nie wieder trinken werde, weiß es auf eine Art, wie ich nie zuvor etwas gewusst habe. Es ist vorbei, ein für alle Mal, es wird keinen Rückfall geben, nicht einmal die Angst davor.“

    Gut zwanzig Jahre nach diesem Entzug hat Christoph Peters nun seine Geschichte in diesem Roman verarbeitet, immer noch trocken.
    Dafür und für den Mut, so offen und schonungslos von seinem schweren Weg zu erzählen, kann man ihm nur den höchsten Respekt zollen.
    Für mich ist „Entzug“ eines der eindrücklichsten Lese-Erlebnisse der letzten Zeit. Definitiv ein Buch, das so ich so schnell nicht vergessen werde!

  • Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    „Halte dein Herz im Zaum – das würde ihr die Vernunft raten, doch sie lebte schon zu lange am Meer, um der Vernunft allein zu folgen.“

    Grace, Mitte 40 und seit einer Weile geschieden, reibt sich auf zwischen ihrem Job und der Betreuung und Pflege ihres Vaters Jack, dessen Vergesslichkeit und Verwirrtheit immer mehr zunehmen.
    Deswegen glaubt sie ihm auch kein Wort, als er von dem jungen Mädchen erzählt, das am Nachmittag zu Besuch gewesen sei und einen Umschlag hinterlassen habe.
    Zur Ruhe kommt Grace eigentlich nur nach der abendlichen Routine, die wiederum ihren Vater so weit beruhigt, dass er endlich schlafen kann:
    Die „Versorgung der Tiere“, die es auf dem alten Hof schon lange nicht mehr gibt, die traditionelle Tasse heißen Kakao und – das Wichtigste – das Abspielen einer alten Kassette mit dem Seewetterbericht aus dem Radio.
    Erst wenn er die Namen der Seegebiete hört – Viking, Lundy, Fastnet, Irische See, Shannon, Rockall, Malin – kommt Jack zur Ruhe, und Grace ist schlau genug, die immer gleiche Aufnahme zu verwenden, um zu vermeiden, dass womöglich eine Gefahrenmeldung aus dem echten Leben in die Stille des Schlafzimmers platzt und ihren Vater – und damit auch sie – um die Chance auf ein bisschen Nachtruhe bringt.
    Dieses anstrengende, aber doch überschaubare Leben nimmt eine rasante Wendung, als die junge Frau – Jacks vermeintliches Hirngespinst – erneut auftaucht.
    Sie ist auf der Suche nach Michael, Jacks Sohn bzw. Grace‘ Bruder, den sie für ihren Vater hält.
    Sie hat bei ihrem ersten Besuch diesen Umschlag hinterlassen. Darin eine Postkarte von Whitby, eine Stadt an der irischen Ostküste, beschrieben in der Handschrift von Michael, ganz eindeutig, und abgestempelt im Januar 2001. Außerdem hat sie ein Foto dabei: Michael, eindeutig zu erkennen mit seinem windzerzausten Haar und dem abgebrochenen Zahn – Michael mit einem Baby auf dem Arm.
    Aber das kann unmöglich sein, denn Michael ist bei einem Schiffsunglück ertrunken, zwei Jahre bevor diese Aufnahme gemacht wurde.
    Jedoch der Name der jungen Frau – Malin, wie in Malin Head aus dem Seewetterbericht – der Name macht die Postkarte und das Datum nebensächlich, denn die Wahrheit steckt in diesem Namen.
    Es gibt nur eine Erklärung für Grace: Ihre Eltern hatten immer recht, Michael ist damals nicht gestorben, womöglich lebt er immer noch.
    Und so wirft die vernünftige Grace all ihre Bedenken über Bord und begibt sich mit ihrem Vater und Malin auf die Suche nach Michael – eine Suche, die die Reise ihres Lebens wird.

    Kathy Briggs‘ Roman ist ein richtiger Schmöker; es entfaltet sich eine Familiengeschichte, die sowohl anrührend wie auch spannend ist, und was tatsächlich mit Michael passiert ist, ist im Großen und Ganzen glaubwürdig.
    Eine ganz besondere Figur ist der alte Jack; seine Momente der völligen Klarheit und denen gegenüber das langsame Abdriften, wenn ihm alles zu viel wird, und die Geschehnisse, die zeigen, dass seine Demenz zunimmt – all das ist sehr beeindruckend und bedrückend, vor allem aber immer respektvoll erzählt.
    Etwas zu weichgespült war für mich das Ende, aber nach all den Strapazen, die vor allem Grace für und wegen Jack auf sich nimmt, gönnt man der Familie das Happy End.
    Und für mich hätte es gar nicht passender sein können: Ich habe dieses Buch gelesen, während ich gerade selbst auf einem Schiff auf dem Atlantik war, allerdings war es nicht stürmisch, zum Glück!

  • Tyrolia aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleserin LEA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (11 Jahre, Zirl)

    Im Wäldchen von Sommerrode zu spielen ist einfach toll – es mit anderen zu teilen weniger… . Rieke, Bretti, Liesel und Minna, bekannt als die“Robins“ und Cosmo, Arie und Kehlani, bekannt als die „Ritter“, haben keine Lust, den Wald miteinander zu teilen. Beide Gruppen wollen ihn für sich alleine beanspruchen, bis eines Tages bekannt wird, dass der Wald gerodet werden soll!
    Die Chance für beide Gruppen, endlich gemeinsam was zu bewirken! Sie schließen sich zusammen und schmieden einen Plan, um das Wäldchen zu retten.
    Wenn du wissen willst, ob der Wald gerettet werden kann und welche Abenteuer die Kinder dabei erleben, dann mach dich auf zum Lesevergnügen!
    Ein spannendes Abenteuer, bei dem auch Freundschaften geschlossen werden!

  • Sommer satt von Emanuela Cino

    Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    „Sommer satt – 70 Rezepte für heiße Tage, an denen die Sonne richtig runterbrennt“

    Der Titel ist Programm! Gerade jetzt, wo das Thermometer permanent auf über 30° klettert, sollte man zu diesem Buch greifen, das mehr als nur ein Kochbuch ist.

    Die kalte Karotten-Orangen-Suppe sieht nicht nur wunderbar aus, sondern schmeckt herrlich erfrischend. Allerdings habe ich statt frischer Orangen (so richtig gute gibt es hier bei uns ja eher im Winter) ganz schnöde zu Orangensaft gegriffen.
    Interessant klingt auch das Tiramisu – in diesem Rezept wird statt des üblichen Alkoholzusatzes wie Amaretto oder Eierlikör ganz sommerkonform Aperol verwendet.
    Unbedingt noch auszuprobieren: Gegrillter Mais mit würziger Salsa, Feta und (eventuell) Koriander. Hier warte ich aber noch eine Weile, bis es richtig guten frischen Mais gibt. Das Foto und die Anleitung im Buch machen auf jeden Fall Lust auf dieses Gericht.

    Nettes Schmankerl in diesem Buch sind die weiteren Empfehlungen für einen gelungenen Sommer.
    So findet sich zum Beispiel eine Leseliste für den Strand! Auf ihr sind lauter Bücher zu finden, die Urlaubsgefühle und flirrende Hitze oder Wasser und einsame Inseln zum Thema haben, z.B. „22 Bahnen“ von Caroline Wahl oder „Der kleine Nick macht Ferien“.

    Schön ist auch die Auflistung sämtlicher Sommerhits von 1960 bis heute (naja, fast. Bei 2024 ist Schluss.)
    Da kann man sich gleich eine Playlist anlegen und staunen: Was war denn zum Beispiel nochmal „The Ketchup Song“ von 2002?!

    Und wenn es zu heiß ist, um raus zu gehen, könnte die Liste mit den Urlaubsfilmen helfen.
    Hier sind sowohl alte Klassiker wie „Die Ferien des Monsieur Hulot“ oder „Der Swimmingpool“ dabei wie auch etwas weniger alte, z.B. „The Beach“ oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“.

    Dazu noch die wunderbaren Fotografien von Emanuela Cino, die einem sofort ein Gefühl von Urlaub vermitteln.
    Für mich ein rundum gelungenes Sommerbuch!

  • Sunny Baking Time von Theresa Haubs

    Maxie aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Mit Theresa Haubs erstem Buch „Cosy baking time“ habe ich mich ja schon vorzüglich durch den vergangenen Winter gebacken.
    Jetzt ist mit „Sunny baking time” ihr zweites Buch erschienen mit fruchtig-frischen Rezepten, also genau richtig für die Hitzewelle, die hier momentan herrscht.
    „Daher findet ihr auch in Band 2 wieder Rezepte, die schnell und easy gehen und einfach nur bombastisch geil schmecken“, um an dieser Stelle mal Theresa selbst zu zitieren.
    Das Buch ist vor allem für Back-Anfänger geeignet bzw. für die Fälle, wo es wirklich schnell gehen muss, und richtet sich – wie auch der Vorgänger – eher an ein jüngeres Publikum.
    Die betont flapsig-schnodderige Ausdrucksweise ging mir persönlich auch dieses Mal mit der Zeit ein bisschen auf die Nerven.
    „Dieser Sommer wird geil und ich weiß, dass ihr checkt!“ – na gut, wer’s mag.
    Was ich aber mochte, waren die simplen Lemon-Blondies, also quasi Brownies, aber in hell, und das Rhabarber-Crumble mit Mandeln und Vanilleeis. (An dieser Stelle nochmals DANKE an die liebe Kollegin für den frischen Rhabarber direkt aus dem Garten!)

  • Tyrolia aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleserin HANNAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Götzis)

    In diesem Buch geht es um Cleo. Cleo ist ein Mädchen, das immer ihren Willen bekommt. Sie hat ihre eigene Hautpflege-Marke und zuhause ein eigenes Kosmetiklabor. Als sie ein Referat in der Klasse hält, erzählt ein Junge ihr, dass ihr eigener Vater den Regenwald abholzt. Da Cleos Vater ihr jeden Wunsch erfüllt, will sie, dass er damit aufhört. Doch zu ihrer Entrüstung macht er das diesmal nicht. Also beschließt Cleo, in den Wald, der an ihre Stadt grenzt, abzuhauen. Ein Mitschüler hilft ihr. Sie wird erst wiederkommen, wenn ihr Vater den Regenwald in Ruhe lässt. Schließlich liebt er seine Tochter doch mehr als seine Geschäfte oder?
    Mit der Zeit stoßen immer mehr Kinder aus verschiedenen Gründen zu Cleo dazu. Lässt sich Cleos Vater durch diese Aktion überreden, den Regenwald nicht mehr weiter abzuholzen?
    Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich fand es ziemlich gut und lustig geschrieben. Ich habe viel gelacht und gleichzeitig gibt es auch viele ernste Szenen, die nachdenklich machen. Doch an manchen Stellen hab mich echt über Cleo aufgeregt, weil sie extrem von sich überzeugt und arrogant ist.
    Meiner Meinung nach ist ihr Ego größer als der Regenwald. Ich empfehle es Kindern ab 11 Jahren.

  • Tyrolia aus unserer Tyrolia-Filiale in Innsbruck

    Testleserin SARAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Haiming)

    In diesem Buch geht es darum, dass Emma, Allie und Kennedy bei einem Schulausflug am 4. 4. ihre Wünsche in ein Wunschloch warfen.
    Die vier Ferrscher erfüllen dann immer vier Personen ihre Wünsche.
    Allie und Kennedy bekamen ihre Wünsche erfüllt, Emma allerdings nicht.
    Als sie Jackson kennen lernte, dachte sie , dass er ihre Wünsche erfüllt bekommt. Aus diesem Grund fuhren Jackson und Emma noch einmal zum Wunschloch, um die Wünsche auf Emma zu übertragen.
    Mir hat das Buch gut gefallen, da es spannend ist, doch es gab auch einen etwas ekligen Teil darin.