

208 Seiten
Sprache Deutsch
1. Auflage
2026 Diogenes Verlag AG
ISBN 978-3-257-61621-7
Erscheinungsdatum: 25.02.2026
Besprechung
Alle wollen Gerechtigkeit – immer für sich, manchmal auch für andere, selten für alle. Aber was ist Gerechtigkeit, und wie ist sie zu haben? Bernhard Schlink bietet weder ein ideales Konzept noch eine einfache Formel. Sein Anliegen ist bescheidener. Er zeigt auf, wie wir immer wieder neu nach gerechten Lösungen suchen müssen und sie finden können. Das ist Arbeit, der Text ist eine Anleitung zur Gerechtigkeitsarbeit.
Anmerkungen des Verfassers
Jeder Mensch hat ein Empfinden für Gerechtigkeit oder eine Sehnsucht nach ihr
Jedes gesellschaftliche und politische Problem, von der Rente bis zum Krieg in der Ukraine, ist auch ein Problem der Gerechtigkeit
Ein komplexes Thema in verständlicher, klarer Prosa
Rezension der vorh. Ausgabe
»Bernhard Schlink gehört zu den größten Begabungen der deutschen Gegenwartsliteratur. Er ist ein einfühlsamer, scharf beobachtender und überaus intelligenter Erzähler. Seine Prosa ist klar, präzise und von schöner Eleganz.«
Zitat aus einer vorhergehenden Besprechung
Was ist Gerechtigkeit, und wie ist sie zu haben?
Ein Essay zum Suchen und Finden
Buchbesprechung, kurz
Bei den Problemen und Konflikten unserer Zeit, von den Kriegen, dem Klimawandel, den Migrationen, der Verantwortung der Generationen bis zur Zerklüftung der Gesellschaft, geht es immer auch um Gerechtigkeit: um die Frage, ob Gleich- und Ungleichbehandlungen durch gute Gründe gerechtfertigt oder sogar geboten sind. Immer wieder machen es sich die Antworten einfach und setzen, statt gute Gründe zu bieten, auf Ressentiment, Angst, Hass und populistische Überwältigung. Dagegen helfen keine Entwürfe idealer gerechter Gesellschaften, sondern nur die Gerechtigkeitsarbeit an den einzelnen Problemen.
Bernhard Schlink
Bernhard Schlink, 1944, Jurist, lebt in Berlin und New York. Sein erster Roman ›Selbs Justiz‹ erschien 1987; sein 1995 veröffentlichter Roman ›Der Vorleser‹, in über 50 Sprachen übersetzt, mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und 2009 von Stephen Daldry mit Kate Winslet unter dem Titel ›The Reader‹ verfilmt, machte ihn weltweit bekannt. Zuletzt erschien von ihm der Roman ›Das späte Leben‹ (2023).


